Gelungene Premiere für Grenzauer Senioren-Cup

01.01.2011

Gelungene Premiere für Grenzauer Senioren-Cup bei der Zugbrücke Grenzau.


Die Premiere ist gelungen: Beim 1. Grenzauer Senioren-Cup des TTC Zugbrücke Grenzau in Kooperation mit dem Hotel Zugbrücke und Joola gaben sich Welt- und Europameister die Ehre, spielten Damen und Herren in unterschiedlichen Altersklassen ihre Sieger im Einzel, Doppel und Mixed aus. Und auch wenn der Sport an zwei Tagen in der Zugbrückenhalle in Grenzau im Vordergrund stand, so war gewinnen längst nicht alles.
Das Lächeln lässt sich Heidi Wunner nicht nehmen. Auch nicht nach einer Final-Niederlage. Zu hektisch hat sie agiert, wird man ihr später sagen. „Ich weiß, ich hätte ruhiger spielen müssen. Aber ich muss nicht gewinnen. Es hat auch so eine Menge Spaß gemacht." Zweimal im Jahr kommt die 71-Jährige aus Rheinbreitbach in die Tischtennis-Schule nach Grenzau. In diesem Jahr stattete sie dem Brexbachtal einen zusätzlichen Besuch ab und schaffte es beim 1. Grenzauer Senioren-Cup bis ins Endspiel. „Ich habe Spaß daran, mich mit anderen Spielerinnen zu messen. Hier in Grenzau kann ich zudem immer wunderbar abschalten und ein paar schöne Tage genießen."
Dass die Doppel-Europameisterin von 2005 in Bratislava (Altersklasse Ü 60) beim „Heimspiel" am Ende nicht ganz oben auf dem Podest steht, liegt an Karin Rauscher. Aus München war sie angereist, um im Brexbachtal mitzuspielen. Und wie sich das für eine Spielerin aus München gehört, spielt sie auch für den FC Bayern München. „Wenn ich Zeit und Lust habe, dann fahre ich gerne durch die ganze Republik, um an Turnieren teilzunehmen", sagt die 66-Jährige, die Anfang Januar 67 Jahre alt wird. Im Jahr 1994 gewann sie in Melbourne die Weltmeisterschaft im Doppel, 2006 wurde sie Vize-Weltmeisterin im Einzel bei den Titelkämpfen in Bremen. Dass sie derzeit amtierende Deutsche Meisterin in ihrer Altersklasse ist (Ü 65) versteht sich fast von alleine. „Einen dritten Platz bringe ich eigentlich immer mit von Meisterschaften", sagt Karin Rauscher. Auf eine kleine Aufmerksamkeit des FC Bayern wartet sie jedoch auch heute noch vergeblich, es gab bisher nicht mal einen Blumenstrauß für die Erfolge. „Der Fußball steht beim FCB halt im Vordergrund, aber das ist auch völlig in Ordnung so." Sagt jemand, der selbst oft und gerne in der Arena sitzt und gemeinsam mit dem Sohnemann Ribery, Robben und Co. anfeuert. „In Grenzau gefällt es mir aber auch sehr gut, es ist sehr idyllisch hier." Eine Idylle, die auch nicht dadurch gestört wird, dass eine Vertreterin des „großen" FC Bayern die Damenkonkurrenz Ü 60 dominiert und gewinnt. Schon wenige Minuten nach dem Finale treffen sich Heidi Wunner und Karin Rauscher auf der Tribüne zur gemeinsamen „Analyse" - es geht freundschaftlich zu beim Senioren-Cup.
Im Catering-Bereich bestellt sich Manfred Dittrich derweil einen starken Kaffee. In der Ü 70-Konkurrenz der Männer steht noch das Einzelfinale an - und Dittrich genießt die perfekte Vorbereitung in vollen Zügen. Während die Profis in solchen Momenten nach Bananen und Elektrolyt-Getränken greifen, setzt der Routinier auf eine Tasse Kaffee. „Das habe ich schon den ganzen Tag so gemacht, das funktioniert auch vor dem Finale", sagt er mit einem Lächeln. Aus Jena ist er angereist, dort spielt er für den SV Schott. „Ich bin zum ersten Mal hier und eher zufällig auf das Turnier gestoßen. Ich nehme an vielen Senioren-Turnieren teil. Ich bin Rentner, da kann man sowas machen." Den Cup in Grenzau findet Dittrich „sehr schön", auch wenn es für den aktuellen Landesmeister aus Thüringen am Ende nicht zum Sieg reichen sollte. Im Finale verliert er gegen Ernst Bison - da half auch der Kaffee nicht. Doch Dittrich nimmt es locker - und wird ganz sicher wiederkommen nach Grenzau.
Rene Theillout ist dagegen auch Minuten nach seiner Final-Niederlage noch immer angefressen. „Die Partie hätte ich gewinnen müssen", sagte der Spieler des VfL Kirchen nach seiner 2:3-Niederlage im Finale der Ü 65-Konkurrenz gegen Helmut Lagger. „Gegen ihn habe ich noch nie verloren." Dabei sah es vorher lange nach einem klaren Sieg von Lagger aus, der mit 2:0 Sätzen führte. Doch Theillout kämpfte sich heran, glich zum 2:2 aus und führte im entscheidenden Satz bereits mit 9:7. Doch dann machte er einen leichten Fehler und ärgerte sich maßlos. „An der Stelle hätte ich einen Timeout nehmen müssen", sagt der Routinier, der seit 50 Jahren Tischtennis spielt. Doch Theillout spielte weiter, machte noch drei leichte Fehler und verlor den entscheidenden Satz mit 9:11. „Das ärgert mich. Aber das Turnier war dennoch eine gute Vorbereitung für die Landesmeisterschaften, die Anfang Januar in Engers stattfinden. Ich habe einen neuen Schläger und neue Beläge, konnte mich so ein wenig einspielen."
Am Ende der zwei Premieren-Tage des 1. Grenzauer Senioren-Cups stand eine positive Bilanz von Teilnehmern und Veranstaltern. Der Cup hat Potenzial, das Turnier wird mit den Erfahrungen der Erstauflage verfeinert und im kommenden Jahr fortgesetzt. Die zweite Auflage steigt am 28. und 29. Dezember 2011 in der Zugbrückenhalle in Grenzau.

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Kontakt:
Hotel ZUGBRÜCKE Grenzau
Jasmin Debus
Brexbachstraße 11-17
56203 Höhr-Grenzhausen
Telefon 02624 - 105 468
Fax 02624 - 105 78 468
j.debus@zugbruecke.de
www.zugbruecke.de

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